Das zehnteilige Weltkriegsdrama Band of Brothers ist eine monumentale TV-Serie, die andere Kriegsfilme aus Hollywood im Vergleich klein erscheinen lässt. Die Serie basiert auf dem Buch des Historikers Stephen Ambrose und begleitet die E-Company der U.S. 101st Airborne Division von ihrer Grundausbildung über D-Day, quer durch Holland, Belgien, Deutschland und Österreich bis hin zum Ende des Kriegs.
Ähnlichkeiten zu dem Film “Saving Private Ryan” sind keineswegs Zufall und auch kein Wunder wenn man sich ansieht wer hier Produzent war: Steven Spielberg und Tom Hanks.
Die kompromisslose Detailtreue bei den historischen Fakten sowie die noch nie da gewesene Genauigkeit bei der Darstellung des militärischen Alltags, die Band of Brothers von jedem anderen Film des Genres abhebt.
Easy so wurde die E-Company genannt, erlebte sehr heftige Kämpfe und hatte mit die größten Verluste von Menschenleben aller alliierten Truppen des Zweiten Weltkriegs zu beklagen. Nach dem dramatischen Fallschirmabsprung am D-Day über Frankreich beginnt für die Kompanie die größte Widrigkeit überhaupt — die Ardennenoffensive, bei der sie im tiefsten Winter bei Bastogne belagert wird.
Interviews mit den noch lebenden ehemaligen Soldaten der Easy Company, die mit kaum unterdrückten Emotionen von den Erlebnissen berichten, die hier dargestellt werden. Die Absegnung dieser Veteranen erhebt Band of Brothers zu weitaus mehr als nur einem “Kriegsfilm”
Erhältlich auf Blu-ray und DVD
Mein Fazit:
Es gibt viele Kriegsfilme, aber selten kommt dabei das beklemmende Gefühl so rüber wie bei Band of Brothers, man fiebert jede Sekunde (das sind einige, = 37440sek.) der Serie mit den Charaktern mit. Ob es nun der Kommandant der Easy ist oder ein einfacher Soldat oder ein frisch von der Akademie kommender Offizier der Fronterfahrung sammeln will, es wird dem Zuseher etwas geboten.
Alle 10 Folgen der Serie folgen der E-Company in jeder Lebenslage, aber jede einzelne Episode hat auch seine eigene Story zu erzählen, z.Bsp. über die Ausbildung mit einem sehr selbstgerechten Capt. Herbert Zobl, oder über den Sanitäter Eugene Roe der verzweifelt nach Medikamenten sucht um seinen Kameraden zu helfen und viele mehr ... Unbedingte Kaufempfehlung für alle die Soldat James Ryan gut fanden. Nachfolgeserie bereits in Arbeit "Pacific" ist der Arbeitstitel, was etwas über den Ort des Geschehens vermuten lässt.
Nachtrag 2.12.2009: Habe mir die Blu-ray Version nun doch besorgt und bin hell auf begeistert, Bild ist viel schärfer als bei der DVD. Bonus ist ausreichend und die Funktion mit den Einblendungen der Zeitzeugen der Easy Company macht das ganze noch etwas interessanter.



Kommentar von Thomas Fritz — 19. März 2010 @ 15:44
Mir persönlich gefällt dieser Film überhaupt nicht, ich finde ihn sehr schlecht! Es ist ein sehr brutaler, hartherziger, eiskalter und hetzerischer, typischer US-Kriegs-Propagandafilm.
Ständig werden deutsche Soldaten angepöbelt und beleidigt mit Sätzen wie „Selbst in der Niederlagen marschieren die Krauts mit Stolz. Ihr Krauts, ihr Bastards! Ihr Schweine! Ihr Faschisten-Schweine! Ihr seid der größte Abschaum. Fucking Bastards! Laßt ihn, er ist ein kleines mieses Arschloch!“ Ein hilfloser, junger deutscher Soldat wird einfach erschossen.
In Berchtesgaden wird einfach Tafelsilber aus einem Hotel gestohlen…u.s.w.
Das ist der Stil der Kriegspropaganda – 65 Jahre nach dem Ende des Krieges! Verhalten sich so „Sieger“ und „Befreier“? Solche Film kristalisieren die Amerikaner zu dem, was sie damals waren und als was sie sich noch heute fühlen und sich dementsprechend verhalten – als „Sheriffs“ der Welt. „Wir waren Brüder“ ist ein für Jugendliche desorientierender Film, welcher Gewalt geradezu „normalisiert“! Der Film gehört in Deutschland verboten!
Ich finde es traurig und beschämend, daß solche Filme überhaupt in Deutschland vertrieben und von DVD-Käufern erworben werden.
Solche Hetz-Filme reihen sich lückenlos in das Muster von Filmen wie “Auch Henker müssen sterben” (1941) bis zu Filmen wie “Inglorious Bastards” ein. Diese Filme sind grausam und unnötig.
Wie wäre es mal mit einem Film über die schlimmen Ausrottungen der Indianer durch die Amerikaner, deren sinnlosen Atombombenabwürfe 1945 in Japan oder die Verklavung der Schwarzen, wobei hunderttausende auf den Sklavenschiffen starben?
Es wird Zeit, auch den Amerikanern endlich mal den Spiegel über ihre Vergangenheit vorzuhalten!
Kommentar von Spocki — 21. März 2010 @ 09:44
So kann ich diesen Kommentar nicht stehen lassen. Eigentlich hätte der Kommentar schon nach der 2. Zeile zu Ende sein können. Der Rest ist politisch und hat mit dem Film, der eigentlich eine Serie ist, nur wenig zu tun.
Mich würde aber trotzdem interessieren wie man einen Kriegsfilm darstellen soll, damit er nicht brutal und hartherzig ist. Der Krieg war so. Ungerechtigkeiten hat es auf allen Seiten gegeben.
Über die Amerikanische Vergangenheit kann man viel diskutieren aber nicht hier, das ist ein Film und Games Forum. Nicht mehr und nicht weniger.
Kommentar von Andreas — 22. April 2010 @ 14:09
@Thomas Fritz:
Verdammt, Tafelsilber wurde in Berchtesgaden gestohlen! was denn noch ? Haben die Amis etwa auch noch keine Maut am Brenner bezahlt? Oder sonst noch was Schlimmeres?
Filme verbieten, das ist eines der geringsten Vergehen gegen die Menschen und die Freiheit, das die Nazis gemacht haben. Also was solls, fangen wir heute wieder mit dem kleinsten an: verbieten wir Filme. Dann kommen die Bücher, die unliebsamen Nachbarn, etc. Da fällt dir sicher noch einiges ein.
Wems nicht gefällt, der solls nicht anschaun, so einfach ist das.