Der Himmel verdunkelt sich und finstere Wolken ziehen auf. Windhosen und Taifune fegen über das Meer, Feuerstürme wüten auf dem Festland und die Erde erzittert, denn es erheben sich uralte Tempelanlagen und mit ihnen unbekannte Wesen aus der Erde. Eine dunkle Zeit ist angebrochen, denn die Götter haben die Welt verlassen. Nur wenige Enklaven der Menschheit sind bisher vom Unheil verschont geblieben.Die Geschichte deines Helden beginnt als du auf einer Vulkaninsel als Schiffbrüchiger angespült wirst. Außer dir scheint niemand den Sturm überlebt zu haben. Doch der Schein trügt. Du findest noch eine zweite Person am Strand die dir kleine Aufträge erteilt. Diese Aufträge dienen dazu die Steuerung deines Helden zu erlernen. Du triffst auch das erste mal auf einen Feind, auf einen ausgehungerten Seegeier der dir nicht freundlich gesonnen ist, aber mit den ersten Hieben deiner noch primitiven Waffe segnet das Ungetier das zeitliche.
Jetzt geht’s weiter ins Innere der Insel wo man schon bald auf einen weiteren Menschen trifft. Es ist ein Mitglied der Banditenbande vom Don Esteban. Auf der Insel gibt es zwei Fraktionen denen man sich anschließen kann. Das ist zum einen die schon angesprochene Banditenbande rund um Don Esteban, die sich in den Sumpf zurückgezogen hat. Zum anderen ist es die Inquisition mit deren Oberhaupt Inquisitor Mendoza. Man muss sich hier zum ersten Mal entscheiden wen man sich anschließen möchte. Ich wählte den Weg ins Banditenlager. Dort angekommen musste ich beweisen das ich der Banditenbande gegenüber Loyal war.
Nach einigen Quest`s für die Banditen wurde ich vom Don, in die von der Inquisition kontrollierte Hafenstadt entsendet, um mit einem der Handlanger des Don, Kontakt aufzunehmen. Auch dort warten wieder viele kleine Quests um die Gunst des einen oder anderen Bürgers oder des Oberbefehlshabers der Stadt zu bekommen. Man kann die Quest`s nach eigenem Ermessen lösen, aber Achtung denn auf jede Aktion gibt’s eine Reaktion. Man lenkt das Spiel mit seinen eigenen Entscheidungen bei den jeweiligen Aufgaben. Nach unzähligen Quests in der Hafenstadt wird man in die Vulkanfestung, das ist die Hochburg des Inquisitors, entsandt. Nach einigen Quest`s öffnet man Seite an Seite mit dem Inquisitor ein geheimnisvolles großes Tor. Was sich hinter dem Tor befindet wird natürlich nicht verraten. Soviel zur Geschichte, die aber beim großen Tor im 4.Kapitel noch längst nicht vorbei ist.
Die Welt von Risen hält dir alle Freiheiten und Möglichkeiten offen. Fast jede Situation kannst du auf verschiedene Arten lösen. Es erwarten dich neue Freunde als auch bösartige Kreaturen, verborgene Schätze und Reichtum, gefährliche Fallen und Rätsel sowie unerwartete Wendungen, Legenden und Geheimnisse. Es liegt in deiner Hand wie du dein Schicksal, das der Insel und dessen Bewohner verändern wirst.
Mein Fazit:
Die Geschichte zieht sich spannend vom Anfang bis zum Ende und ist immer wieder für die ein oder andere Überraschung gut. Leider ist es so, dass das Spiel nicht das gehalten hat, was die Ankündigungstrailer versprochen haben. Da muss man bei der Grafik schon einige Punkte abziehen. Was noch Negativ auffällt ist, das man keinen Regler hat um die Helligkeit im Spiel zu ändern, da es oft zu dunkel ist. An Gothic3 konnten die Macher des Rollenspiel Epos nicht herankommen.
Die Steuerung geht locker von der Hand. Das Kampfsystem hingegen ist schon etwas umfangreicher und mit steigendem Level des Charakters kann man auch immer wieder neue Angriffs- bzw. Abwehrtechniken erlernen, die es zu üben gilt um erfolgreich aus einem Kampf hervor zu gehen. Der Schwierigkeitsgrad ist übertrieben schwer. Man ist gut beraten am Anfang des Spiels den Schwierigkeitsgrad auf „Leicht“ zu ändern. Was ich positiv bewerten muss ist, dass man sich nicht sofort zu Spielbeginn entscheiden muss ob man Magier wird, oder doch den Weg des Kämpfers wählt. Für alle Gamerscore Jäger; die Achievements sind größtenteils realistisch gestaltet, aber für die 1000GS sollte man schon viel Geduld, einige Stunden vor der Konsole und auch ein zweites Mal durchzocken einplanen. Für einen Multiplayerpart hat es leider nicht gereicht. Allen Fans von RPG`s kann ich das Spiel empfehlen, aber für ein „Must have“ im Spieleregal, reicht es leider nicht.
Die Insel erwartet dich…