Der ehemalige Krimialbeamte Leopold Wallisch (Fritz Karl) , von seinem früheren Chef Krotznig (Roland Düringer) auf den wenig schmeichelhaften Namen “Lemming” getauft, verdient sich jetzt als Privatdetektiv seinen Lebensunterhalt. Für seinen aktuellen Fall soll er den pensionierten Lateinprofessor Grinzinger (Miguel Herz-Kestranek) im Auftrag von dessen Frau beschatten.
Zuerst glaubt Lemming, dass es wieder einmal um einen untreuen Ehemann geht, doch als Grinzinger im Wienerwald ermordet wird muss er bald feststellen, dass der Fall ganz anders liegt: Grinzinger selbst wollte einen Leibwächter um sich haben, der ihn bei seinem Vorhaben beschützen wollte, die angebliche Geschichte vom Ehebruch war nur der Vorwand, um Lemming zu engagieren.
Noch am Tatort findet ein recht unerfreuliches Treffen mit Krotznig statt, der, nun in der Polizeihierarchie aufgestiegen, in dem Fall ermittteln soll. Die alte Feindschaft mit dem “kotzigen” Krotznig lebt umgehend wieder auf, der nicht besseres zu tun hat, als Lemming sofort den Mord zu unterstellen. Krotznig versucht mit allen Mitteln, dem Lemming die Untersuchung des Falles unmöglich zu machen. Als das nicht gelingt, heftet er sich an dessen Fersen und taucht überall dort auf, wo Lemming gerade ermittelt.
Die Spur führt weit zurück in die Zeit, als Grinzinger als Lateinprofessor seine Schüler schikanierte. Einmal scheint er damals zu weit gegangen zu sein…
Der Fall des Lemming ist die Verfilmung des gleichnamigen Krimis von Stefan Slupetzy (eine Buchrezension gibt es hier).
Mein Fazit:
Da ich das Buch vorher nicht gelesen hatte, war mir ein reiner Kinogenuss vergönnt – so ganz ohne Vergleich mit dem geschriebenen Original.
Was auf jeden Fall in Erinnerung bleiben wird: der Düringer! Slupetzy muss ihn schon als den Richtigen für die Verfilmung im Kopf gehabt haben, anders gibts das nicht, Düringer und Krotznig , das ist eine Person – und eine sehr grausliche dazu. Als (ehemaliger) Wiener kann ich es mir erlauben zu sagen: a typischa, tiafa Weaner Ungustl.
Den Film fand ich, so unbefangen, recht gut und unterhaltsam, jedenfalls wars keiner zum Einschlafen.
Kommentar von Siu — 20. Oktober 2009 @ 12:59
Viel zu wenig Düringer Action . . .