Wir haben heute zuviel Spaß um an morgen zu denken. Legendäre Raubzüge machten ihn zum meistgesuchten Mann auf der Fahndungsliste des damals noch sehr jungen FBI, Frank Dillingers wurde zum Helden der unterdrückten, benachteiligten Bevölkerung in der Zeit der großen Depression in den 30er Jahren. Der charismatische Dillinger schien niemanden ins Netz gehen zu wollen und nicht zu stoppen zu sein.
Sein dreister Charme machte ihn zum Helden, keine Gefängnismauer war hoch genug um ihn vor der Flucht abzuhalten. Er und seine Freundin Billie Frechette waren für viele Amerikaner der überfällige Denkzettel für die Finanzwelt, die auch für die Weltwirtschaftskrise verantwortlich war. Dem ehrgeizigen J. Edgar Hoover machte die Dillingers Gang, zu der später auch “Baby-Face” Nelson und Alvin Karpis gehörten, das Leben schwer und hielt die Menschen in Atem und gab Hoover aber auf der anderen Seite eine Chance, das FBI und dessen Macht auszubauen.
Hoover erklärte Dillinger zu Amerikas erstem ,Public Enemy Number One’ und schickte Melvin Purvis den “Clark Gable des FBI” auf die Jagd nach Dillinger. Zunächst spielten Dillinger und seine Gang nur mit Purvis Agenten und entkamen immer wieder in wilden Verfolgungsjagden oder Schießereien. Erst als ein paar ehemalige Revolverhelden ins Agenten-Team geholt wurden und es gelang, Dillingers Organisation durch Verräter wie die ,Lady in Red’ und den Gangsterboss Frank Nitti zu unterwandern, konnten Purvis und das FBI die Schlinge enger ziehen…
Mein Fazit:
Ein klarer Beweis, das Genre Gangsterfilm darf man nicht abschreiben. Schusswechsel, Verfolgungen und eine Romanze ohne Chance auf ein glückliches Ende. Das Thema Gangsterfilm hat nach wie vor seinen Reiz und steht in diesem Fall seinen berühmten Vorbildern, wie z.Bsp. "The Untouchables", in nichts nach.
Johnny Depp in Höchstform, charismatisch wie man ihn kennt. Christian Bale hat ebenfalls wieder überzeugt als gefühlskalter Cop. Etwas seltsam ist nur dass man Mr. Bale eine Stimme gegeben hat die man eigentlich nicht erwartet, aber nach einer Weile hat man sich daran gewöhnt. Denn David Nathan, bei 26 Filmen synchonisierte er Mr. Bale 15 mal, sprach bereits Mr. Depp und beide wäre ja wohl so richtig komisch.
Man sollte sich dieses Gangsterepos nicht entgehen lassen und mal einen Besuch im Kino auf die Wunschliste schreiben. Michael Mann möchte ich noch einen Tip geben: die 30er Jahre haben noch viele unerzählte Geschichten auf Lager.








