Patrick Kenzie (Casey Affleck) und Angela Gennaro (Michelle Monaghan) sind Privatdedektive in Boston. Beruflich ein Team, privat ein Paar. Den Fall der Entführung der kleinen Amanda kennen sie zuerst nur aus dem Fernsehen, bis wenige Tage später Amandas Tante die beiden engagiert, um die Polizei bei der Arbeit zu unterstützen.
Die Polizei, das sind die Detectives Remy Bressant (Ed Harris) und John Ashton und deren Vorgesetzter Jack Doyle (Morgan Freeman).
Die Privatermittler haben gute Kontakte und finden rasch den wahrscheinlichen Grund für Amandas Entführung: ihre Mutter Helen hat 130.000 Dollar, die für den Dealer Cheese bestimmt waren, unterschlagen. Helen und ihr ebenfalls drogenabhängiger Freund haben eine Razzia bei einer Gang genützt um das Geld beiseite zu schaffen.
Patrick und Angela gelingt es, einen Austausch zu arrangieren – Cheese soll sein Geld erhalten, dafür lässt er Amanda frei. Die beiden Detectives und die beiden Privatdetektive wollen in einem aufgelassenen Steinbruch den Deal über die Bühne bringen.
Doch am vereinbarten Ort läuft alles schief: Cheese wird erschossen und Amanda verschwindet im See, selbst die Taucher finden keine Spur von ihr.
Der Fall scheint abgeschlossen, als einige Zeit später neue Hinweise auftauchen. Hinweise, die Schritt für Schritt eine ganz andere Geschichte aufdecken.
Das Drehbuch von Ben Affleck und Aaron Stockard basiert auf dem Thriller “Kein Kinderspiel” von Dennis Lehane aus dem Jahr 1998. Als der Film im Jahr 2007 in die Kinos kam, war gerade der Entführungsfall Madelaine McCCann aktuell. Wegen der Parallelen wurde der Start in den Kinos in Großbritannien verschoben.
Gone Baby Gone ist Ben Afflecks Regiedebüt. Mit seinem Erstlingsfilm zeichnet er auch gleich ein Portrait seiner Heimatstadt Boston, das vor allem die Schattenseiten zeigt, dessen Hauptfiguren auf der Verliererseite des American Way of Life stehen.
Mein Fazit:
Der Film lebt von der Intensität der DarstellungerInnen und von der langsam, konsequent und einfühlsam erzählten Handlung. Dialoge und Emotionen stehen im Vordergrund, der Zwiespalt zwischen Moral, Mitleid und Gerechtigkeit dominiert die Entwicklung der Story.
Die unvermeidlichen Opfer werden fast wie beiläufig erwähnt, unnötige Gewalt-Darstellungen erst gar nicht gezeigt. Der Film erfordert die ganze Aufmerksamkeit beim Zusehen, ansonsten ist es leicht möglich, den Faden zu verlieren.
Auch wenn die Wahrheit, die hinter dem Fall von Amanda steht, ein wenig konsturiert ist, so Gone Baby Gone wegen der Darsteller und der Athmosphäre ein sehenswerter Film



